INTERREG-Projekte
Energattert
2002–2004
« Optimierung der Energierückgewinnung landwirtschaftlicher Biomasse in der Philosophie eines Naturparks»
Ziel dieses Projekts war es, eine Biomethanisierungsanlage im Naturpark „Vallée de l'Attert“ zu errichten, zu überwachen und zu verbessern.
Diese Pilotanlage, die auf dem Bauernhof „Faascht“- errichtet wurde und den Brüdern Kessler gehört, ist seit 2003 in Betrieb.
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Enerbiom
2008–2012
Die EU-Richtlinie 2009/28/EG sieht vor, dass erneuerbare Energien 20 % des gesamten Energieverbrauchs und 10 % des Energieverbrauchs im Verkehrssektor bis 2020 ausmachen sollen.
Vor diesem Hintergrund stellt sich für die Landwirtschaft die Frage nach der energetischen Verwertung von Erzeugnissen, die ursprünglich für die Tierfütterung bestimmt waren.
Diese Entscheidung hängt zum Teil davon ab, inwieweit vorgeschriebene oder freiwillige Veränderungen in den landwirtschaftlichen Lebensmittel- und Nicht-Lebensmittelbranchen dieses Energieerzeugungspotenzial fördern oder einschränken könnten.
Nach einer Beschreibung der 3 wichtigsten Verfahren zur energetischen Verwertung von Biomasse – Verbrennung, Biomethanisierung und Herstellung von Bioethanol der zweiten Generation – werden deren Hauptmerkmale, Schwachstellen und Wirkungsgrade analysiert.
Zwar lassen sich die energetischen Leistungen grob vergleichen, doch müssen die ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aspekte der verschiedenen Verwertungsformen noch Gegenstand von Studien und der Entwicklung von Analyseinstrumenten sein, insbesondere aufgrund von Unsicherheiten hinsichtlich der Daten und der Dynamik des sozio-ökonomischen Kontexts.
Ecobiogaz
2012–2015
Die Biogaserzeugung – ein unverzichtbarer Schritt zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen und zur Energieunabhängigkeit der Landwirtschaft: Ist sie eine wirtschaftlich rentable Alternative?
Das vorrangige Ziel des Ecobiogas-Projektes bestand darin, die Rentabilität der Biogaserzeugung durch eine bessere Verwertung der Nebenprodukte zu steigern.
Das Ziel bestand nicht darin, die Biogasproduktion durch den Einsatz von noch mehr teuren und energiereichen Substraten zu steigern, da diese Nutzung in Konkurrenz zur Tierhaltung steht, sondern vielmehr darin, die finanzielle Rentabilität durch die Verwendung landwirtschaftlicher Abfälle zu erhöhen und den Einsatz anderer Substrate zu begrenzen.
Darüber hinaus versuchte das Projekt, die CO₂-Bilanz sowie die energetische und ökologische Bilanz der Biogaserzeugung zu verbessern.
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Perséphone
2014–2020
Integration der Biogasbranche in die neue Bioökonomie
Das Hauptziel des Projektes bestand darin, die Biogasbranche in der neuen Bioökonomie und der Kreislaufwirtschaft zu positionieren.
Persephone wollte den bestehenden landwirtschaftlichen Betrieben einen neuen Mehrwert verschaffen, um deren Fortbestand bis zum Zeitraum 2020–2030 zu sichern.
Zukünftige Betriebe können diese neuen Erkenntnisse ebenfalls in ihren Geschäftsplan einbeziehen.
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VALOR
2009–2013
Eine Software zur Optimierung des Einsatzes von Hofdünger
Die Software „Valor“ wurde entwickelt, um Hofdünger durch die Erstellung eines individuellen Düngeplans bestmöglich zu verwerten.
Die Entwicklung der Software erfolgte durch B. Godden (Koordinator), P. Luxen (Agra-Ost), J.P. Destain (CRA-W DPV) und R. Oger (CRA-W BGDA), der für die technische Betreuung zuständig war.
Auf Grundlage der Merkmale des Viehbestands, der Art des Gülleabfalls sowie des Parzellen- und Anbauplans, werden der tatsächliche Bedarf der Kulturpflanzen und Grünflächen berechnet und ein Ausbringungsplan vorgeschlagen.
Der Einsatz dieses Plans ist sinnvoll, um den zusätzlichen Einsatz von Mineraldüngern zu reduzieren und die wirtschaftliche und ökologische Leistungsfähigkeit des Betriebs zu verbessern.
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Projekte mit dem CRA-W Gembloux
2013–2015
2012 : Projekt « Contasol »
„Bewertung der Schadstoffflüsse im Zusammenhang mit Düngemitteln, die auf landwirtschaftlichen Flächen in Wallonien ausgebracht werden“,
Siehe Bericht auf Französisch
2013: Projekt « Cendres »
« Studie zur Verwendung von Holzverbrennungsasche in der Land- und Forstwirtschaft»
Siehe Bericht auf Französisch
2013: Projekt « COMPSOL »
«Erstellung einer Liste der Ausgangsstoffe, die in Biogasanlagen oder Kompostieranlagen verarbeitet werden dürfen, um Gärrest oder Kompost zur Ausbringung auf oder in Böden und/oder zur Energieerzeugung herzustellen“»,
Siehe Bericht auf Französisch
2013 : Projekt « UTILMO »
« Kennzeichnung und Festlegung der Anwendungsbedingungen für organische Stoffe (Kompost, Gärrückstände usw.) auf oder im Boden»
Siehe Bericht auf Französisch
2015 : Projet « VALMO »
« Bewertung der Risiken und des erwarteten Nutzens im Zusammenhang mit der Verwertung exogener organischer Stoffe auf und im Boden»,
siehe Bericht auf Französisch : « Valmo » und « Valmo II ».
RIVE
2019–2021
In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Gouvy hat Agra-Ost das Projekt RIVE ins Leben gerufen (finanziert von der SPGE (Société Publique de la Gestion de l’Eau)).
Das Projekt RIVE, dessen Abkürzung sich aus den folgenden Begriffen zusammensetzt: Oberflächenabfluss, Versickerung, Verdunstung, Erosion, zielt darauf ab, die Wasserentnahmestellen in der Region Limerlé zu schützen, um die kontinuierliche Versorgung der Einwohner der Gemeinde mit qualitativ hochwertigem Wasser sicherzustellen.
Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir ein Instrument zur Entscheidungsfindung hinsichtlich der landwirtschaftlichen Praktiken im von der Landwirtschaft betroffenen Einzugsgebiet der Wasserentnahmestellen entwickelt.
Auf 12 Versuchsflächen am Rande der Wasserentnahmestelle Delsalle in Limerlé wird eine umfassende Stickstoffbilanz erstellt.
Siehe Bericht auf Französisch
LAG - Projekte
Sensivalbois
2017–2019
„Sensibilisierung für die Produktion und die Nutzung von Holzhackschnitzel auf dem Gebiet der LAG zwischen Weser und Göhl“
Betroffene Gemeinden : Lontzen, Eupen und Raeren
Auf dem Gebiet der LAG ist die Biomasse vorhanden und verfügbar. Im Jahr 2013 haben allein die Landwirte schon 525 km Hecke auf ihren landwirtschaftlichen Flächen angegeben. Zusätzlich dazu müssen die nicht deklarierten Hecken und Bäume, z.B. entlang der Straßen, gezählt werden. Die Landschaftselemente, wie Hecken und Baumreihen, müssen regelmäßig unterhalten werden. Zurzeit wird diese Biomasse nicht genutzt oder schlecht verwertet.
Das Projekt zielt darauf ab, diese lokale Ressource zu erschließen und sie Gemeinden, Unternehmen und privaten Nutzern zur Verfügung zu stellen.
Die Idee besteht darin, dieses Vorkommen in verwertbare Holzhackschnitzel umzuwandeln. Diese Energiequelle hat den Vorteil, dass sie erneuerbar ist, eine größere Unabhängigkeit von herkömmlichen fossilen Energiequellen (Heizöl, Gas) bietet, nachhaltig und wirtschaftlich ist.
Der Anbau von Kurzumtriebs- oder Extremkurzumtriebs-Niederwald (TTCR) wird ebenfalls in Betracht gezogen, um die Versorgung sicherzustellen.
Diese Kulturen werden gezielt angelegt, um folgende Funktionen zu erfüllen:

Bekämpfung der Bodenerosion (an Bach- oder Flussufern)

Schaffung von Wildkorridorene

Bekämpfung von Lärmbelästigung

Verbesserung der Landschaftsstruktur
Siehe Bericht auf Deutsch
BIODIVAL – Lebende Hecken
2018–2023
Der Name BIODIVAL setzt sich aus 3 Wörter zusammen: Biodiversität, Diversifizierung und Valorisierung. Diese 3 Wörter stehen im Mittelpunkt des Projekts.
BIODIVAL ist ein LEADER-Projekt, das von den Lokalen Aktionsgruppen 100 Dörfer - 1 Zukunft, Zwischen Weser und Göhl und Herver Land zwischen 2018 und 2023 umgesetzt wurde. Ziel des Projekts war es, innovative Verwertungen für Heckenholz vorzuschlagen und zu untersuchen, um den Erhalt von Hecken in unserer Landschaft zu fördern. Die Arbeitshypothese war, dass die finanzielle Aufwertung von Heckenholz die Landschaftspfleger dazu anregen wird, Hecken besser zu pflegen und weitere zu pflanzen.
Vielfältige Hecken und ein ökologisches Netzwerk in einem guten Zustand sind ein wertvoller Verbündeter für Landwirte, die heimische Tier- und Pflanzenwelt und die Bürger. So bietet sie dem Vieh Schutz vor Wetter und Sonne, verringert die Bodenerosion, hilft bei der Regulierung von Pflanzenschädlingen, bietet Lebensraum und Nahrung für Tiere und Pflanzen, fördert die Wasserversickerung und trägt auf diese Weise zur Verringerung des Überschwemmungsrisikos bei.
Das Projekt gliederte sich in drei Phasen: In der ersten Phase wurde eine Bestandsaufnahme des Heckeninventares durchgeführt, mit dem Ziel das Verwertungspotenzial besser einschätzen zu können. In der zweiten Phase wurden in Zusammenarbeit mit der VoG Valbiom die für unser Gebiet geeigneten Verwertungsmöglichkeiten ermittelt. In der dritten Phase wurden verschiedene Informationsangebote organisiert, um die Ergebnisse vorzustellen, über das Verwertungspotenzial der Hecken zu informieren und zur Anpflanzung neuer Hecken zu anzuregen.
Wir haben den Zustand des Hecken- und Gehölznetzwerks für jede Gemeinde in unserem Gebiet erfasst. Entdecken Sie hier, wie es um das Hecken- und Gehölznetzwerk in Ihrer Gemeinde steht:
Weitere Informationen finden Sie unter diesem Link
Haie'tretien
2023–2025
Das Projekt
Dieses Projekt richtet sich an die Gemeinden im Norden Ostbelgiens
(Raeren, Eupen, Lontzen und Kelmis) und einigen Gemeinden im
Herver Land. Im Projekt geht es darum, Konzepte aufzuzeigen,
um den Unterhalt gewisser Hecken so zu praktizieren, dass deren
ökologischer Mehrwert gefördert und die Arbeitslast für die
Eigentümer und Bewirtschafter möglichst geringgehalten werden.
Dieses Projekt gliedert sich an die vergangenen Projekte
„Sensivalbois“ und „Biodival“ an, die Agra Ost durchgeführt hat
und bei denen wir bereits mit den Gemeinden und unterschiedlichen
Akteuren der Branche erfolgreich zusammengearbeitet haben.
Das Ziel besteht darin, nach und nach bis zu 100 km kumulierte
Heckenabschnitte in einen ökologischeren Unterhalt einzugliedern,
indem die Hecken höher und breiter wachsen und der Zeitintervall
zwischen zwei Schnitten verlängert wird. Hierfür werden die
Hecken zu einem ersten Zeitpunkt begutachtet und die verschiedenen
möglichen Maßnahmen der Unterhaltsarbeiten mit den Bewirtschaftern
erörtert, denn nicht in jeder Situation kann man eine Hecke frei
wachsen lassen (Verkehrssicherheit, Stromleitungen, offene
Sichtfenster in die Landschaft …).
Zur Zeit werden häufig Schlegelmulcher für den jährlichen Unterhalt
sämtlicher Hecken verwendet. Für einen schonenderen Schnitt
hochgewachsener Hecken können jedoch diverse andere Techniken
zum Einsatz kommen (mit Kreissägen funktionierende Systeme,
hydraulische Scheren, Schneidebalken, ...), die sich förderlich
auf die ökologischen Eigenschaften von Hecken auswirken und diese
weniger in Mitleidenschaft ziehen.
Eine hydraulische Schere ermöglicht darüber hinaus, gezielt Äste
oder Sträucher auszuwählen, die entfernt werden sollen und diese
so zu platzieren, dass sie in einem weiteren Schritt einfach
gegriffen werden können. Ein gemeinschaftlich durchdachter Einsatz
dieser Maschinen könnte die Unkosten des Heckenunterhalts senken,
Absatzmöglichkeiten für die geerntete Biomasse schaffen und
qualitativ hochwertige Arbeit leisten.
Die Zielgruppen
Zu den anvisierten Personengruppen, die in dieses Projekt
einbezogen werden, zählen wir:
Die Gemeinden
Landwirte, Eigentümer und Bewirtschafter von Hecken
Lokale Lohnunternehmen
Unternehmen, die in der Verwertung der Biomasse aktiv sind
Die 3 Achsen
Das Projekt basiert auf drei Achsen, die dessen finanzielle
Autonomie nach Ende des 3. Jahres gewährleisten sollen:
-
Der wichtigste Aspekt liegt darin, die Hecken und Bäume
zu schonen und sie – dort, wo es möglich ist – länger
wachsen zu lassen.
-
Verwertung der geernteten Biomasse einer hoch gewachsenen
Hecke, durch einen Unterhalt, der sowohl den ökologischen
Anforderungen gerecht wird, als auch hochwertige
Biomasse liefert.
-
Weitere Möglichkeiten finanzieller Unterstützung analysieren,
die allen Partnern des gemeinschaftlichen Heckenunterhaltes
zuteil werden.
Die Projektziele
Eine Herausforderung liegt darin zu klären, inwiefern ökologische
und finanzielle Aspekte des Heckenunterhaltes miteinander in
Einklang gebracht werden können, so dass sich diese Konzepte
auch nach Ablauf der Projektlaufzeit selber tragen.
Dies muss anhand praktischer Beispiele in großem Stil
ausgearbeitet werden.
Im Rahmen der in den vergangenen Jahren durchgeführten Arbeiten
zu dieser Thematik wurden bereits verschiedene
Verwertungsmöglichkeiten für die geerntete Biomasse identifiziert:
Erzeugung von Hackschnitzeln für Biomasse-Heizungen
Hackschnitzel als Tiereinstreu, als Mulch für Gartenanlagen,
Stabilisierung von Trittpfaden, ...
Finanzierung
Dieses Projekt wird durch die Wallonische Region im Rahmen
des Programmes „Yes We Plant“ finanziert.
Die Unterhaltskosten der Hecken und Bäume werden im Rahmen
des Projektes, während dessen Dauer (2023–2025),
zu 50 % kofinanziert.